Freitag, 27. Februar 2015

Bericht: #DCLASS CONFERENCE in Berlin vom 21.-22.02.15

(Ein Bericht von Anti-Uni-Leser Alwin. Plus ein Video-Bericht vom Tagesspiegel weiter unten.)



„Warum tust du das, was du tust?“


- Ben Paul 



Hast du dir auch schon mal diese Frage gestellt?


Versucht zu verstehen, welche Motive dein Handeln motivieren?


Welchem höheren Ziel du entgegen strebst?


Gar nicht so einfach zu beantworten, oder?


Wie du wurden die über 500 Teilnehmer der #dclass conference im Heimathafen Neukölln mit dieser Frage konfrontiert. Und wie bei dir (wahrscheinlich), hat sie bei vielen für konzentrierte Gesichter gesorgt.


Die #dclass conference (siehe Artikel „3 Events für dein 2015“) war mein erstes Event im Bereich Bildung und Startups. Eine völlig neue Erfahrung.


Durch gutes Karma gelangte ich ganz unverhofft doch noch in Besitz eines Karmatickets (for free, but not for nothing!).


Ich war im Vorfeld sehr gespannt.


Hier ein paar meiner Erwartungen:


  • neue Leute kennen lernen und Beziehungen aufbauen,

  • Spaß haben,

  • meine Komfortzone erweitern,

  • Inspiration,

  • Teil einer Community, eines großen Ganzen sein,

  • einige Learnings für meinen eigenen Weg mitnehmen.

Der erste Eindruck des Events war sehr positiv.


Im einen Moment stand ich noch von gestressten Leuten und Verkehrslärm umgeben in der Karl-Marx-Straße.


Im nächsten Augenblick war ich von allen Seiten von lächelnden Gesichtern und freundlichen Menschen umgeben.


Überall war die Bereitschaft zu spüren, seine Erfahrung zu teilen. Sich zu vernetzen. Neue Wege zu gehen.


Ich war so euphorisch wie lange nicht mehr.



„Warum konzentrieren wir uns in der Schule auf die Fächer, die uns am wenigsten liegen, während unsere Talente und Stärken kaum gefördert werden?“


– Erik Koszuta



erik koszuta dclass


Mit jedem Speakout wurden neue Eindrücke geschaffen, Wissen vermittelt, gedankliche Brücken gebaut. Belebt von der authentischen, professionellen Moderatorin Andrea entstanden spannende Podiumsdiskussionen und Fragerunden.


Der frenetische Applaus zeugte deutlich vom kollektiven Mindset. Von dem gemeinsamen Wunsch einer Veränderung in der Bildungs- und Arbeitswelt.


Auch der Networking-Part fand positiven Anklang. Man tauschte Skills gegen Erfahrung, Ideen gegen Motivation. Die dabei entstehenden Kontakte und Netzwerke waren nur ein konstruktiver Teil des Tages.


Als Sum-up des letzten Speakout-Blocks am Samstag entstand eine Tippliste für erfolgreiches Gründen.


Diese Punkte waren für mich wichtige Learnings des ersten Tages der #dclass conference:


  • Such dir Mentoren, bau dir ein Netzwerk, kooperiere mit möglichst vielen aus deinem Startup-Bereich (sounds familiar, right?),

  • hab Geduld für Entschleunigung und den Sinn für nachhaltiges, gesundes Wachstum,

  • zeige Mut, Herz und offenes Denken,

  • das Schlimmste, was passieren kann, ist das Scheitern… so what?!

  • Steh einfach wieder auf!

(Kommentar von Ben: Ich finde das “Scheitern” Einstellungssache ist. Denn sagen wir du gibst einfach nie auf, dann kannst du doch quasi gar nicht “scheitern”, oder?)


Nach dem Mainevent am Samstag traf ich völlig unerwartet auf Ben – und zwar nur Ben.


Keine Interviewer um ihn herum. Keine aufgeregten Leute vom Orga-Team. Ich ging auf ihn zu.


Der persönliche Kontakt mit Speakern ist auf Events wie diesem eines der tollsten Möglichkeiten, direktes Feedback zu geben und seine Vorbilder kennenzulernen. In meinem Fall war der Gesprächsbeginn an sich bereits ein Schritt aus meiner Komfortzone.


Dafür bin ich total dankbar!


Was ich daraus gelernt habe:


Bekannte Persönlichkeiten aus dem Web oder anderen Medien sind immer noch Menschen.


Sie haben (in fast allen Fällen) Interesse an Gesprächen mit „normalen Leuten“ wie dir und mir.


Und vor allem ist direkter Kontakt ein wichtiges Feedback für die eigene Arbeit. Es sorgt für beidseitiges Lernen und die Möglichkeit, langfristige Beziehungen aufzubauen.


Daher: Go for it! Geh auf die Leute zu, die dich interessieren. Du kannst eigentlich nur gewinnen.



„Gute Bildung bedeutet Spaß am Austausch vielfältiger Erfahrungen mit unterschiedlichsten Menschen.“


– Gerald Hüther



gerald hüther dclass


Tag 2 der Konferenz wurde von den Coworking-Spaces und Creative Lofts der Ritterstraße 12 gehostet. Eine wirklich passende Location, wie ich finde.


Die Barcamps liefen im Halbstundentakt an insgesamt acht Locations ab. Das gewählte Format war ideal, um die Barriere zwischen Speakern und Publikum zu brechen und den Dialog zu ermöglichen. Ein toller Kontrast zum Bühnenformat vom Vortag.


In den hellen, freundlich eingerichteten Räumen war die produktive und innovative Atmosphäre beinahe greifbar. An jeder Ecke sah man Menschen angeregt miteinander reden. Teilweise schien sich bereits ein Konzept alternativer Bildung aus den Ideen der Anwesenden zu formen.


Das Konzept der Karmaphilosophie ist vollständig aufgegangen. Durch die Mithilfe so vieler begeisterter Leute wurden Auf- und Abbau in kürzester Zeit realisiert. Das Meetup des Orga-Teams nach Abschluss aller Barcamps bestätigte noch einmal: es war ein voller Erfolg.


Die #dclass conference endete so, wie sie begann: mit einer gemeinsamen „winner pose“.


Am Ende des Tages hatte ich das Gefühl, Teil einer großartigen Familie zu sein.


Mein Fazit: Besuche jedes Event, das deinen Interessenbereich auch nur tangiert! Sprich mit so vielen spannenden Menschen wie möglich. Baue dein Netzwerk aus. Und lerne ständig Neues.


Ein kluger Mensch hat einmal gesagt:



„Jeder Mensch hat eine Botschaft für dich. Entweder du sprichst mit ihm und lernst dazu. Oder du läufst an ihm vorbei und die Botschaft geht verloren.“



Diese Aussage könnte für Events wie dieses kaum passender sein.


 


Hier ein Video-Bericht des Tagesspiegels vom Samstag (21.02.15):



Alwin Pianka


Weimar, den 24.02.2015


 


P.s. Hier findest du weitere Events für 2015.



Bericht: #DCLASS CONFERENCE in Berlin vom 21.-22.02.15

Donnerstag, 5. Februar 2015

Wie uns diese 3 Klischees über das Erwachsensein die Freiheit rauben zu sein wer wir sein möchten

“Genieß deine Schulzeit und dein Studium, denn es ist die schönste Zeit im Leben!”


Dieser gut gemeinte Satz, den man als junger Mensch immer wieder zu hören kriegt, könnte falscher und trauriger nicht sein.


(#Gedanken von Anti-Uni-Leser Paul Bartulec)


Falsch weil diejenigen, die diesen Ratschlag erteilen, nicht in Zeiten von G8 und Bachelor / Master groß geworden sind.


Traurig weil so viele Erwachsene an ihn glauben.


Nicht etwa weil ein unabänderlicher Niedergang der Lebensfreude in den menschlichen Genen vorgezeichnet wäre.


Wenn man einmal nachfragt, warum die Jugend die schönste Zeit im Leben gewesen sei, dann kommt ein ganzer Schwall an nostalgischen, verklärten Erinnerungen an die eigene Zeit in der Schule oder an der Uni hoch…


welche sich meist um Themen wie Abenteuer, Liebe, Träume, Freizeit oder Freundschaften drehen.


Mir hat sich dabei immer die Frage aufgedrängt, was diese Menschen falsch gemacht haben…


dass sie diese schönen und für ein erfülltes Leben so wichtigen Erfahrungen in ihrem jetzigen Leben scheinbar nicht mehr erleben können.


Das Bild einer düsteren und freudlosen Zukunft


94286499_849f1c182e_o


Vor meinem inneren Auge entsteht dann immer das Bild einer düsteren und freudlosen Zukunft, die sich in einem faden Bürojob, endlosen Pflichten und der immergleichen langweiligen Routine des Alltags erschöpft.


Sollte das tatsächlich die Perspektive für die Jugendlichen von heute sein, dann dürfte es niemanden verwundern, dass viele es nicht eilig haben, sich gleich nach dem Studium ins Berufsleben zu stürzen.


Was also haben diese traurigen Erwachsenen falsch gemacht?


Ich sage: Nichts!


Es sind Klischees sowohl über die Jugend als auch über das Erwachsensein.


Es sind Erwartungshaltungen, die die Menschen dazu bringen zu glauben, sie könnten die schönen Erfahrungen der Jugend nicht ein Leben lang machen.


Schauen wir uns diese drei Klischees einmal genauer an: 


#1 Du wirst nie mehr so viel Freizeit haben, wie als Schüler oder Student


Spätestens seit der Umstellung auf G8 und Bachelor und Master ist das eine Fehleinschätzung über die die steigende Zahl der von Burnout betroffenen oder gefährdeten Schüler und Studenten nur den Kopf schütteln können.


Laut Umfragen haben G8-Schüler im Schnitt eine 44 Stunden Arbeitswoche zu stemmen, Studenten kommen je nach Fach ebenfalls oft auf eine Arbeitsbelastung die der eines durchschnittlichen Arbeitnehmers in nichts nachsteht.


[Sitenote von Ben: Ich hatte in meinem Jahr an der Bucerius Law School nicht selten 80-Stunden Wochen. Da blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken oder für Freizeit.]


#2 Du wirst nie mehr so sorgenfrei sein wie als Jugendlicher


Als Jugendlichem stehen dir heutzutage tatsächlich alle Türen offen.


Das wird dir jedenfalls oft genug eingetrichtert – immer mit dem Hinweis auch ja das Beste draus zu machen.


[Bemerkung von Ben: Vom Paradox of Choice und dass uns diese ganzen Optionen eigentlich nur überfordern und unglücklich machen haben diese Leute wohl noch nichts gehört.]


Mal ehrlich, wer glaubt heute noch ernsthaft an das Bild des sorgenfreien Jugendlichen, der gedankenverloren durch den Tag chillt und sich um nichts kümmern muss?


Der gesellschaftliche Grundton ist doch: Jede Prüfung, jedes Zeugnis, das Abi und das Studium, sie alle stellen wichtige Weichen für das restliche Leben.


Nicht nur muss man gute Noten schreiben, man muss auch die Weichen für seine spätere Karriere stellen, sich anhand von Pseudo-Erfahrungen aus irgendwelchen Praktika entscheiden, was man für den Rest seines Lebens dann machen will.


Macht man hier einen Fehler, muss man möglicherweise ein Leben lang darunter leiden.


Das zumindest wird vielen Jugendlichen immer wieder eingeredet.


[Zwischenfrage von Ben: Zu was führt das? Ich glaube: Vor allem zu Angst. Angst zu versagen. Angst nicht den richtigen Weg zu wählen. Angst einen nicht korrigierbaren Fehler zu machen. Und stets die Angst vor dem was andere denken könnten.]


Versteht mich nicht falsch, als Erwachsener hat man auch nicht unbedingt ein sorgenfreies Leben.


Man hat sich vielleicht für ein Haus auf lange Zeit verschuldet oder muss sich um ein Kind kümmern oder macht sich Sorgen um seinen Job.


Aber diese Sorgen sind in der Regel entweder selbst gewählt oder zumindest ist die Konsequenz von Fehlern nicht derart verheerend wie im Falle der Jugendlichen.


#3 Als Jugendlicher kann man sich noch ausprobieren, spontan sein und Abenteuer erleben


reise solange jung


  • Spontan ein Wochenende nach Berlin fahren?

  • Nachts auf der Wiese mit Freunden Bier trinken?

  • Sich bis über beide Ohren in jemanden verlieben?

  • Von einer großen Zukunft träumen?

  • Ein ganzes Wochenende durchfeiern?

  • Auf verrückten Partys Freundschaften mit wildfremden Menschen schließen?

  • Angeregte Diskussionen über Gott und die Welt führen?

  • Faule Tage einlegen und rumgammeln?

Klingt das nicht alles nach einem malerischen Studentenleben, wie es im Buche steht?


Dieser Strudel aus neuen und aufregenden Begegnungen und Erlebnissen scheint das Geheimelixier für unvergessliche Erinnerungen zu sein, welchen manche Menschen später ihr Leben lang nachhängen und bedauern, dass diese Zeit nun für sie vorbei ist.


Woher aber nehmen diese Menschen die Überzeugung, dass das nicht so weitergehen kann?


Natürlich verändert sich durch ein Kind oder durch einen Job mit festen Arbeitszeiten der Rahmen innerhalb dessen man sein Leben gestalten kann.


Aber kein Rahmen nimmt uns die Möglichkeit, die wundervollen Erfahrungen, die viele in ihrer Jugend gemacht haben, auch später als Erwachsene zu machen.




Es ist das Verhaltenskorsett, das uns die Gesellschaft durch falsche Vorstellungen darüber, wie man sich wann zu verhalten hat, aufschnürt.


Sein Leben von diesen aufgezwungenen Regeln bestimmen zu lassen, heißt sich eines großen Stücks seiner persönlichen Freiheit zu berauben.


In diesem Sinne:


  • Seid spontan!

  • Lebt (und liebt) eure Freiheit!

  • Entdeckt neue Orte!

  • Befreit euch aus der Zwangsjacke der gesellschaftlichen Erwartungen an euch und euer Alter!

  • Macht’ mal was Verrücktes!

  • Lernt regelmäßig neue Leute kennen!

  • Macht Erfahrungen, die euer Innerstes berühren!

  • Lasst euer inneres Kind von der Leine und sprengt die Grenzen eures Alltags mit neuen Erfahrungen!

Es ist an der Zeit, die Klischees über das Erwachsensein in die Tonne zu treten und unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu leben.


Lasst uns heute damit anfangen und damit ein Stück verloren gegangene Freiheit zurückerobern!


 


 


Fallen dir weitere Klischees ein, die Jugendliche beim Gedanken ans Erwachsenwerden erschaudern lassen?


Oder Klischees, die Erwachsene dazu bringen, der guten alten Zeit hinterher zu trauern, statt ihre Träume im hier und jetzt zu leben?


 


Paul Bartulec, Berlin den 20.01.15


 


Bilder: Beitragsbild, Bild 1, Bild 2 


Wie uns diese 3 Klischees über das Erwachsensein die Freiheit rauben zu sein wer wir sein möchten

Sonntag, 1. Februar 2015

3 Events für DEIN 2015

Im April 2013 zog ich mit knapp 3.000 € auf meinem Konto nach Berlin.


Events waren mein Start in die Startup-Szene – und gleichzeitig mein Start in ein neues Leben.


Ich hatte eigentlich wahnsinnige Angst auf Events zu gehen.


Ich hatte Angst davor, was andere von mir denken würden.


Denn ich war ein unbeschriebenes Blatt. Ich hatte nichts vorzuweisen. Dachte ich jedenfalls.


Aber ich hatte Interesse. Ich hatte eine kleine Portion Mut, eine unbändige Motivation und einen starken Willen.


Mir war klar, dass ich über kurz oder lang immer wieder meine Ängste würde überwinden müssen.


Ich würde also nur ein paar dieser Schweißausbrüche überstehen müssen, die mir passierten, wenn ich einen Raum betrat in dem ich niemanden kannte.


So lernte ich übrigens das Konzept der Komfortzone kennen.


Ich ging auf jedes spannende Event, das ich finden konnte. Ich redete mit jeder spannenden Person, die mir über den Weg lief. Auch wenn ich danach nass geschwitzt war (oder mich zumindest so fühlte).


So fing alles an. Jedenfalls für mich.


Warum Events?


Events sind aus meiner Erfahrung einer der besten Wege in deine Bildung und Weiterentwicklung zu investieren.


Warum?


Wenn du auf ein Event gehst, dann wagst du dich nicht nur aus deiner Komfortzone heraus, sondern lernst auch fast immer spannende Menschen kennen.


Ich persönlich habe auf Events fast immer super spannende Menschen kennengelernt, von denen über die Zeit auch einige zu echt guten Freunden geworden sind.


Ich habe euch daher drei Events herausgesucht, die in der ersten Jahreshälfte von 2015 definitiv jede Investition wert sind. Und das nicht nur, weil ich voraussichtlich bei allen drei Events anwesend sein werde. ;)


Wenn das also noch nicht Grund genug ist, dann hier noch ein paar Gründe für diese Events:


  • Bei allen drei Events werdet ihr die Möglichkeit haben sehr coole Leute zu treffen.

  • Bei allen drei Events könnt ihr ein Stück weit eure Komfortzone verlassen.

  • Bei allen drei Events wird eine sehr angenehme und inspirierende Stimmung herrschen, die zum Handeln anregt, da bin ich mir sicher.

Ah, ich habe noch eine andere Story mit Events.


Noch bevor ich im April 2013 nach Berlin zog, besuchte ich im März einen Workshop des IdeaCamp.


Und dieses Workshop-Wochenende hat buchstäblich mein Leben verändert.


Zum ersten Mal traf ich auf Menschen, die genau so “verrückt” waren wie ich. Zum ersten Mal in meinem Leben traf ich Menschen, die ähnliche Ideen, ähnliche Vorstellungen und ähnliche Überzeugungen hatten.


Und vor allem: Ähnliche Träume.


Ich kann dir eines mit auf den Weg geben: Mein Start in ein neues Leben war damals ein Event wie die Events, die du hier in der Liste findest.


Ich habe damals zum ersten Mal gemerkt: Ich bin gar nicht verrückt. Es gibt noch mehr Menschen da draußen, die ähnliche Ideen haben – und die ähnlich verrückt sind. Und vor allem: Die ihr Leben rocken und gleichzeitig etwas verändern wollen.


Heute sind Events fester Teil meiner Bildung.


3 Top Events, mit denen du 2015 nichts falsch machen kannst


1) #DClass-Conference – a new education for a new economy


Datum: 21. + 22. Februar 2015


Die beste Beschreibung für diese großartige Konferenz habe ich direkt von der Website geklaut:


“Die #dclass conference bringt die inspirierendsten Köpfe aus der New Economy mit Vordenkern aus der Bildungsszene zusammen.


Die Konferenz startet in einer der spannendsten Locations Berlins: Heimathafen Neukölln. Das Publikum ist ein Mix aus der Generation Y, Start-Ups, Investoren und Menschen aus der Schul- und Universitätsbranche.


Wir glauben, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann. Unsere RednerInnen sind zwischen 12 und 92 Jahre alt. Wir wollen herausfinden, wie wir Lehren und Lernen neu denken können….”


Die Konferenz ist eine Mitmach-Konferenz: Es ist also erwünscht, dass du dich vor Ort einbringst und kräftig mitmischst.


Sie findet nur statt, wenn sich genug Menschen finden, die eines der insgesamt 40 Sponsoren-Tickets finanzieren. Für alle anderen ist die Konferenz for free.


Mehr zur #dclass-Conference erfährst du auf der Website: www.dclass.de 


_


2) DNX – digitale Nomadenkonferenz (Vol. III)


Datum: 08. + 09. Mai 2015


Auf der allerersten DNX habe ich im Mai 2014 einen meiner ersten größeren Vorträge gehalten – damals vor knapp 200 Menschen. Damit habe ich mir damals übrigens einen Traum erfüllt. Auf der zweiten durfte ich dann sogar vor 350 Leuten ran. Dabei entstand übrigens der folgende Selfie:


3 Eventsfür DEIN 2015 (4)


Jetzt findet bereits die dritte DNX statt (krass!) und es wird sicherlich wieder ein Hammer-Event werden.


Ich ruhe mich dieses Mal aus und werde nicht auf der Bühne zu finden sein. Dafür sind aber andere Größen wie zum Beispiel die gute Conni Biesalski (die Digital – Unabhängig – Frei geschrieben hat), Youtuber Dner, Sascha Pallenberg von Mobilegeeks und Felix Starck von pedal the world dabei.


Also eine bunte Mischung und mit Sicherheit geballte Information & Inspiration für dich.


Wie immer habe ich mich für meine Leser ins Zeug gelegt und dir einen Rabatt ausgehandelt.


Hier ein Video von der letzten DNX. Vielleicht findest du mich ja sogar im Video…



See you there. Und auf der Party danach ;)


Mehr Infos gibt’s hier: www.dnx-berlin.de


Dein exklusiver Discount-Code nur für Anti-Uni-Leser: ANTI-UNI-DNX


(mit dem du 20 € sparst)


_


3) Mammutmarsch


Datum: 9. Mai 2015


(Also direkt im Anschluss an die DNX)


Mein guter Kumpel Fabi hat hier schon darüber geschrieben. Der Mammutmarsch ist die perfekte Möglichkeit deine körperlichen Grenzen zu testen.


In Kurzform: 100 km. In 24 Stunden. Zu Fuß.


Hier ist das Video dazu:



Mehr muss ich dazu denke ich nicht sagen.


Mehr Infos gibt’s hier: www.mammutmarsch.de


Discount: Wenn ihr “Anti-Uni” ins Kommentarfeld schreibt bei der Anmeldung bekommt ihr 25 % auf Transport und T-Shirts.


In diesem Sinne:


Let’s do this!


_


 


Hinterlasse unbedingt einen Kommentar unter diesem Artikel, wenn du auf einem der drei Events am Start bist!


 


Ich würde mich wirklich wahnsinnig freuen dich auf einem der Events persönlich zu treffen!


Mach dein Ding,


Dein Ben


 


 



3 Events für DEIN 2015

Mittwoch, 28. Januar 2015

7 gute Gründe, dich als Gründer zu versuchen

Stell dir vor, du könntest die Welt nach deinen Wünschen formen und deinen Träumen Leben einhauchen.


Deine Ideen könnten zu einem essentiellen Bestandteil der Leben unzähliger Menschen werden…


Diese Vorstellung könnte wahr werden, wenn du dich als Unternehmer versuchst.


Wir brauchen mehr Gründer – davon bin ich überzeugt.


Für mich steht fest, dass Unternehmertum die Lösung für wirtschaftliche und soziale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sein kann.


Diese Überzeugung trage ich in mir seit ich Social Entrepreneur bin. Vor einigen Monaten hatte ich schließlich das große Glück, meine persönlichen Erfahrungen als Unternehmer in einem Startup-Guide zusammenfassen zu können.


Mit „Start up – jetzt!“ versuche ich, so viele Menschen wie möglich dafür zu begeistern ihre eigenen Ideen unternehmerisch umzusetzen. Im Buch versuche ich dir die dafür nötigen Werkzeuge zu liefern.


Ben hat mich kürzlich eingeladen auch mit dir zu teilen, warum ich glaube, dass du dich genau jetzt als Gründer versuchen solltest.


Denn egal in welcher Lebenssituation du dich auch gerade befindest, es gibt keinen besseren Zeitpunkt!


Und hier sind 7 Gründe, warum das so ist:


1. Als Unternehmer Deine Freiheit selbst erschaffen


Hast du dir schon mal überlegt, wie viel Zeit du konventionell mit Arbeiten verbringst? Im Normalfall sind das mindestens 5 von 7 Tagen. Bei Großkanzleien oder Beratungen sind es eher 8 von 7…


Oder gute 70 Stunden die Woche.


Wenn du dich für Kanzleien oder Beratungen abrackerst, hast du meist gar keine Zeit dein schmerzvoll-im-Büro-sitzend-und-kopfnickend verdientes Geld auszugeben.


Und sonst bedeutet ein Job für viele nur J.O.B. – “just over broke”.




Mal ein paar Zahlen: Über dein ganzes Leben wirst du gute 90.000 Stunden arbeiten. Wahrscheinlich eher mehr.


Wie ich finde: eine ganze Menge.


Wie du diese 90.000 Stunden deines Lebens füllst, ist in einem Job nicht dir überlassen.


Die Menschen, mit denen du arbeitest und die Themen, mit denen du dich beschäftigst – ja sogar wann du arbeiten musst, wird dir meist von jemand anderem vorgeschrieben.


Es sei denn: Du machst dein eigenes Ding.


Wie wäre es, wenn du zumindest einen Teil dieser Zeit in deine eigenen Projekte stecken könntest?


Nur als Gründer kannst du entscheiden, mit wem, woran, wie, wann und wo du arbeitest.


Das heißt nicht, dass es weniger Arbeit sein wird… aber nur du entscheidest wie dieser große Teil deines Lebens aussehen wird.


2. Als Unternehmer Deine Träume verwirklichen


Sind wir mal ehrlich: Wann immer du dich dafür entscheidest, für jemand anderen zu arbeiten, entscheidest du dich dafür, die Träume und Ziele eines anderen zu verwirklichen.


Deine Träume stellst du für ein mehr oder weniger üppiges Gehalt hinten an.


Egal, was dir große Konzerne oder Hidden Champions versprechen: Du bist angestellt, um deinen „Job zu machen“.


In den meisten Unternehmen interessiert am Ende des Tages wenig, ob du etwas lernst oder deinen persönlichen Zielen näher kommst. Dafür wirst du schließlich nicht bezahlt.


Quelle: https://www.flickr.com/photos/deeplifequotes/15929005450

Quelle: https://www.flickr.com/photos/deeplifequotes/15929005450


Warum also anderen zu immer mehr Geld verhelfen, wenn du stattdessen deine Träume Realität werden lassen könntest?


3. Als Unternehmer die Zukunft mit gestalten


Mutigen und visionären Gründern haben wir es zu verdanken, dass wir schon heute in der Zukunft leben.


Wir haben Medikamente, die seltene Krankheiten bekämpfen können.


Wir haben Technologien, die Menschen auf der ganzen Welt ganz nah zusammenbringen.


Wir haben kleine Annehmlichkeiten wie WhatsApp und Wikipedia bis hin zu Revolutionen wie dem Internet und 3D-Druckern.


All das sind Ideen, die sich ein oder mehrere Gründer in den Kopf gesetzt haben. Und die davor so nicht existierten.


Sie haben uns also wie Peter Thiel sagen würde „from zero to one“ gebracht.


All diese Erfindungen und Gründungen machen unser Leben heute einfacher und komfortabler. Und manche von ihnen die Welt vielleicht wirklich ein Stück gerechter oder besser. Auch wenn das natürlich große Begriffe sind.


Wenn du Lust hast, die Zukunft mitzugestalten, mach es einfach.




Vielleicht wird schon bald dein Geistesblitz zu etwas, auf das wir in Zukunft alle nicht mehr verzichten wollen.


4. Als Unternehmer erfolgreicher werden – beruflich und privat


Selbst wenn du gerade in einem Angestelltenverhältnis arbeitest und daran nichts ändern willst oder kannst, ist das überhaupt kein Grund, dich nicht als Unternehmer zu versuchen.


Ohnehin bist du heute auch als Angestellter Unternehmer. Unternehmen verlangen, dass du mitdenkst und wie ein Unternehmer im Sinne des Unternehmens denkst. Diese Skills kannst du also direkt anwenden bzw. trainieren indem du dein eigenes Ding machst.


Egal ob einen Verein zu gründen oder dein Hobby nebenberuflich zu vermarkten. Die Erfahrungen, die du durch diese Unternehmungen gewinnst, werden dich beruflich und privat erfolgreicher machen.


Warum? Dein Blick wird geschärft für lösungsorientierte Herangehensweisen. Dein Verständnis für größere Zusammenhänge wird gestärkt und vor allem: Du lernst, Menschen von deiner Idee zu überzeugen und sie für die Unterstützung deiner Ziele zu gewinnen.


Diese unternehmerische Herangehensweise wird dir helfen, geschäftliche Beziehungen zu verbessern und auch deine privaten Ziele zu erreichen.


Dich als Gründer zu versuchen, wird dich vielleicht etwas mehr Energie kosten – aber was du mitnimmst, lässt sich nicht (nur) in Geld aufwiegen.


5. Du als Unternehmer – Wir brauchen dich


Um Deutschland und auch den größten Teil von Europa steht es schlecht – vor allem wenn es um hausgemachte Innovationen geht.


Jeglichen Fortschritt einfach dem Silicon Valley in den USA zu überlassen, kommt einer Kapitulation unserer Kreativität gleich, die wir uns nicht leisten können.


Unsere besten Köpfe wandern ab, um in den USA für mehr Wachstum und Innovation zu sorgen.


Dabei brauchen wir europäische Innovationen, nicht nur um politisch und wirtschaftlich unabhängiger zu sein (siehe NSA-Affäre etc.) sondern auch, um die Arbeitslandschaft hierzulande attraktiver zu machen.


Wer ist das Google Deutschlands? Wer bietet Angestellten so viel Freiheit, weil das unternehmenseigene Geschäftsmodell auf ihrer Kreativität beruht? All das kommt nicht einfach, weil wir es uns wünschen.


Wir brauchen Gründer, die unsere Arbeitswelt besser machen. Wir brauchen dich!


6. Unternehmertum macht verdammt viel Spaß


In meinem Buch teile ich eine sehr besondere unternehmerische Erfahrung mit meinen Lesern: Der Moment, in dem ich das erste, von mir entwickelte Produkt tatsächlich und real in meinen eigenen Händen halte.


Es war ein Moment, den ich kaum in Worte fassen kann.


Zuerst war es nur eine Idee, die ich zuvor mit meinem Team auf Papier gekritzelt hatte.


Stunden, Wochen und Monate harter Arbeit später und dank der Mithilfe vieler weiterer Menschen, halte ich ein fertiges Produkt in meinen Händen – dieses Gefühl macht süchtig.


Aber nicht nur der schöpferische Stolz, den du als Gründer in solchen Momenten fühlst, ist unbezahlbar: Auch die vielen Stunden, der Vorbereitung und Planung sowie das tägliche Zusammenarbeiten mit Menschen, deren Herz für die gemeinsame Sache schlägt, sind großartig.


Gründen und die gesamte unternehmerische Erfahrung machen Spaß.


Eine befreundete Gründerin, die ich in „Start up – jetzt!“ interviewt habe – Katja Andes (die lange Zeit auch eine Mentorin von Ben gewesen ist) – bringt es mit ihrer Aussage auf den Punkt:


„Das Schon-wieder-Montag-Gefühl kenne ich nicht mehr.“


7. Deine Chance, die Welt ein Stück besser zu machen


Der letzte Grund liegt mir als Social Entrepreneur besonders am Herzen: Als Unternehmer hast du die Möglichkeit, unsere Welt ein Stück besser zu machen. Und zwar nach deinen Vorstellungen!


Wer sich dazu entschließt, ein Startup zu gründen, das mit seinem Geschäftsmodell Menschen in den ärmsten Regionen der Welt hilft, trägt zu diesem Ziel bei. Auch als Gründer gemeinnütziger Organisationen, kannst du ein mehr als angenehmes Auskommen bestreiten: Non-Profit heißt nicht, dass alle die hier arbeiten oder gar die Gründer selbst „für umme“ rackern.


Ein weiteres Erfolgsbeispiel: Ben’s Kumpel Georg Tarne verdient sein täglich Brot (und auch ein bisschen mehr) mit plastikfreien Glasflaschen, die coole crowdgesourcte Designs haben.


Soulbottles (so heißt „der Laden“) Mission ist es, Leitungswasser sexy zu machen. So sparen die Jungs (und Mädels) unserem Planeten ganz schön viele Plastikflaschen. Und dir die losgelösten Plastikpartikel in deinem Wasser. Und gut aussehen tust du damit auch noch. ;)


soulbottles_group3


(#Fact: Soulbottles hat mittlerweile über 15 Mitarbeiter und verkauft jeden Monat über 5.000 sexy Trink-Flaschen, die die Welt Flasche für Flasche von Plastikflaschen befreien.)


Unternehmen, deren ureigenes Geschäftsmodell davon abhängt, dass es anderen besser geht, haben eine Chance nachhaltig etwas zu verändern.


Ich persönlich glaube nicht an Aktivitäten von Firmen, die dazu dienen sollen, das Unternehmen als „verantwortungsvollen“ Teil der Gemeinschaft darzustellen – während sie lediglich durch bloße PR motiviert sind.


Stattdessen glaube ich an Gründer, die mit ihrem Tatendrang und ihren Ideen soziale Herausforderungen auf unternehmerische Art und Weise angehen.


Damit will ich nicht sagen, dass es einfach ist.


Aber: Wenn du dich dafür entscheidest, hast du die Möglichkeit wirklich etwas zu hinterlassen: Du kannst beeinflussen, wie Menschen auf dieser Welt leben müssen oder können.


Für mich ist das ein verdammt guter Grund, sich als Gründer zu versuchen!


 


Was denkst du dazu? Lass es uns in den Kommentaren wissen!


 


Über den Autor: 


Autorenfoto_Campus_Verlag_Thorsten_Reiter_cutThorsten ist der Autor von „Start up – jetzt!“ und selbst (Social) Entrepreneur.


Seit einigen Jahren baut er mit einem ehemaligen Kommilitonen die Mannheim Business Consulting auf, die sich auf Corporate Culture und die Generation Y spezialisiert hat.


Hin und wieder schreibt er daher auf seinem Blog Generationthatsy.net über Businessthemen der „nächsten“ Generation.




7 gute Gründe, dich als Gründer zu versuchen

Donnerstag, 22. Januar 2015

Studienabbrecher: 1 Jahr, 5 Länder, 500 Fehler, 100.000 Euro

Hast du manchmal das Gefühl, in der Luft zu hängen und weniger über deine Zukunft zu wissen, als du gerne wissen würdest?


Nicht zu wissen, wo du hinmöchtest?


Vielleicht auch: Dass du deinen Weg noch nicht kennst?


Studienabbrecher


Vielleicht hast du Angst davor, Fehler zu machen? 


Der eigentliche Titel dieses Artikels lautet übrigens: Studienabbrecher: 1 Jahr, 2 Projekte, 5 Länder, 25 Jahre, 500 Fehler, 100.000 Euro. Der war nur ziemlich lang.


Ich habe bestimmt weit mehr als 500 Fehler gemacht. Aber dazu später mehr.


Vielleicht hast du aber auch Angst davor, niemals das Richtige zu finden?


(Zum Beispiel, weil du so viele Interessen hast und dich nicht entscheiden kannst…)


Das kann vor allem dann frustrierend sein, wenn die Motivation bei dir eigentlich da ist.


Du hast den Willen, etwas Großes zu erreichen und bist bereit Arbeit in dein Projekt hineinzustecken.


Du weißt: Als normaler Angestellter kannst du womöglich niemals die Veränderung in der Welt erreichen, die du gerne erreichen würdest.


Aber du weißt einfach nicht, wie du weitermachen sollst.


Du bist umgeben von Leuten, die dir “gut” zureden: “Studiere, hol’ dir einen sicheren Job und verdiene erst mal ein wenig Geld”.


Aber dir geht es nicht primär um viel Geld, einen sicheren Job und eine gute Pension.


Du willst aufblühen.


Du willst leben.


Du willst etwas verändern.


Und das aus einem guten Grund: Weil du es schaffen kannst.


Im Moment bist du wie ein moderner Gartenschlauch, der durch falsche Verwendung ein sprödes Ventil bekommen hat: Du würdest gerne zielgerecht und scharf auf dein Ziel strahlen, spritzt aber herum und gießt dadurch höchstens Dinge, die dein Wasser und deine Energie nicht benötigen…


Oder so ;-)


Haters gonna hate: Oder warum jeder besser weiß, was du machen sollst


“Geh studieren”, “Schreib einen Blog“, “Schreib keinen Blog, ist doch alles Pseudo”, “Trau dich was”, “Riskiere lieber nichts”


Jeder erzählt dir, was du tun sollst. Jeder kennt einen Weg, der funktioniert, und jeder kennt einen Weg, der nicht funktioniert.


Aber nicht so schnell…


Nicht jeder, der es vermeintlich besser weiß, mag dir auf irgendeine Art und Weise schaden oder dich davon abhalten, deine Ziele zu erreichen.


Viele wissen es einfach nicht besser, oder kennen einfach deinen individuellen Weg noch nicht.


Hierfür unterscheide ich gerne zwischen zwei Arten von Menschen:


Mr. Internet Bob


  1. Menschen, die dich gern haben und dich deswegen auf einem sicheren Pfad halten wollen. Deine Eltern, enge Freunde oder einfach risikoscheue Leute, die dir ihre Erfahrungen weitergeben.

  2. Menschen, die dich aus ihrer eigenen Angst heraus klein halten wollen (zum Beispiel um ihr eigenes Scheitern oder ihre Angst in der Vergangenheit zu rechtfertigen).

    Nennen wir diesen Typ der Einfachheit halber Mr. Internet-Bob, der im echten Leben kaum in dieser aggressiven Art und Weise auftritt. ;)

Keine dieser beiden Gruppen bringt dich wirklich weiter und in Richtung deiner Ziele.


Du solltest aber zumindest bewusst wahrnehmen können und unterscheiden, mit welchem Menschen du es zu tun hast. Dann kannst du möglicherweise ganz anders mit den Ratschlägen und Erfahrungen dieser Person umgehen.


Wir sind programmiert, das zu tun, was man uns sagt


Und darin liegt auch ein Teil der Problematik:


Wir haben durch unsere Zugehörigkeit zu Familien, Gruppen und dem Umgang mit Menschen in unserem Umfeld  gelernt, wie diese zu denken und zu handeln. Ansonsten wären wir für den sogenannten Tribe ein Problem und wohl nicht überlebensfähig.


Wir Menschen sind geborene “Anpasser”.


[Kleine Bemerkung von Ben: Das hat eigentlich schon Darwin gewusst, als er vom “Survival of the fittest” schrieb. Denn damit meinte er nicht “den Stärksten”, sondern “den, der sich am besten anpasst”. Von “to fit” = anpassen aus dem Englischen. Okay, du darfst weiter machen, Jakob.]


Nicht umsonst gibt es den wertvollen Spruch:


Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.


Das zumindest ist die Theorie, wie sie uns seit tausenden von Jahren das Überleben ermöglicht hat.


Und das Schöne daran ist: Ja, wir haben genau dadurch überlebt und haben in Stämmen friedlich zusammenwohnen können.


Und das Prinzip ist heute noch genau das gleiche. Also was das Anpassen angeht.


Was sich geändert hat?


Heute fühlt sich das Ganze an wie ein Auszug aus einer Pokemon-Reihe, die in Endlosschleife abgespielt wird: Hypno


Eine tägliche erfolgreiche Attacke von Hypno, die uns in Paralyse versetzt und somit die Chance, ein Risiko einzugehen, um 25 % und die Chance, Initiative zu ergreifen, um 75 % senkt.


(“Vertrauenswürdige Quelle”: http://www.pokewiki.de/Statusver%C3%A4nderungen#Paralyse_.28PAR.29)


Wenn du bis jetzt nur von Relaxos umgeben bist – kaum ein Wunder ;-)


Du, dein Potenzial und eine spannende Reise


Die gute Nachricht ist: Du kannst es selbst ändern. 


Du kannst dir die Selbstbestimmung zurückfordern, die du gerne hättest. Und dabei erfolgreicher sein, als du es dir je erträumen konntest.


Du kannst lernen ganz bewusst darauf zu achten, auf wen du hörst und von wem du Rat annimmst.


Du kannst selbst entscheiden mit wem du deine Zeit verbringst.


Du kannst selbst entscheiden, was für eine Karriere du haben möchtest.


Du kannst selbst entscheiden, wie dein Umfeld und somit dein Leben aussieht.


Und das am besten so akribisch, als ob dein Überleben davon abhängt.


Starte klein, denke groß


Wie bei vielen Dingen im Leben ist der erste Schritte der wichtigste.


[Kommentar von Ben: Jaja, Jakob. Du alter “Weiser” ;)]


Und der schwierigste, zugegebenermaßen.


[Nicht, wenn du ihn dann endlich gegangen bist!]


Daher gilt es ein gewisses Tempo aufzunehmen, um Momentum zu gewinnen und nicht direkt zu stolpern, wenn jemand einen Stock in den Weg wirft. Du fegst dann einfach drüber hinweg.


Und lernst den Weg beim Gehen (oder fliegen) kennen.


So fühlt sich jedenfalls der Weg an, den ich bis jetzt beschritten habe.


2011 begann ich ohne Vorkenntnisse und ohne irgendein graphisches Talent (in Österreich würde man “Schasaug” dazu sagen) als Web- und Grafikdesigner. JBS Webdesign, damit es sich richtig groß anhört.


Das Einzige, was ich wusste, war:


Ich bin jung, ich bin flexibel, und dadurch habe ich die Möglichkeit, alles zu lernen, was ich will – und das in Rekordzeit.


2012 begann ich mein Studium an der SAE, Webdesign und Entwicklung. Daneben habe ich schon privat alles über Webdesign und Internet-Marketing verschlungen, was ich finden konnte.


Wirklich alles: Bücher, Blogs, DVDs, Online-Kurs und E-Books, Webinare …


2013 beendete ich dieses Studium, da ich an der Uni nicht schnell genug lernen konnte, was ich als erfolgreicher Unternehmer benötige.


Dennoch verschlang ich weiterhin Informationen quasi wie am Fließband.


Dieses Aufsaugen von Informationen von denen ich wusste, dass sie für mich relevant sind hat den Grundstein für meinen heutigen bescheidenen Erfolg gelegt.


Auch weil ich einfach viel GEMACHT habe. 


[Ben: Jep, bei allem Lesen das MACHEN nicht vergessen!]


2014 war es dann soweit:


Ein Jahr.


2 erfolgreiche Projekte, an denen ich beteiligt war. Ein (ziemlich cooler) Blog und ein (ziemlich cooler) Fotografie-Online-Kurs. Und noch einiges mehr.


2014 habe ich 5 Länder bereist.


Wurde 25 Jahre alt.


Habe über 500 (wohl eher 500.000) Fehler gemacht.


Und dabei über 100.000 Euro Umsatz gemacht, was auch nach allen Abgaben noch ein wenig Geld zum Leben lässt.



Deswegen schreibe ich diesen Artikel, weil ich daran glaube: Du kannst das auch.


Auf deine Weise eben. Auf deinem Weg. Gehend oder fliegend.


Ich bin gestartet, als ich nichts konnte und womöglich schlechtere Voraussetzungen als viele andere hatte.


Ich hatte kein Netzwerk, kein unternehmerisches Umfeld.


Aber ich hatte eines: Den Glauben, dass ich es kann.


Wieso ich das alles auch für dich glaube, ohne dich zu kennen?


Weil du diesen Blog liest und dich proaktiv um deine Zukunft kümmerst.


Dafür hast du meinen Respekt.


Weil du diesen Artikel liest und nach dem Lesen vielleicht ein kleines Stückchen mehr daran glaubst, dass es auch für dich möglich ist.


Lass dich nicht von anderen von deinem Weg abhalten.


Geh da raus und mach dein Ding.



Hier sind ein paar Dinge, die ich unterwegs gelernt habe und die ich dir an die Hand geben möchte:


  • Akzeptiere “leere” Arbeit, die sich wie Zeitverschwendung anfühlt.

  • Nimm in Kauf, dass du scheitern wirst (und zwar oft).

  • Nimm in Kauf, dass du nicht immer nur gut gesinnte Leute in deinem Umfeld hast (und trenne dich von ihnen).

  • Akzeptiere, dass du am Anfang nicht bezahlt oder sehr schlecht bezahlt wirst. (Lies dazu “Recession Proof Graduate von Charlie Hoehn, das du hier findest)

  • Wissen ist Macht – in jeglicher Form. [Ben: Vor allem solches Wissen, das nur wenige andere besitzen]

  • Lerne durch Tun, nicht durch Ausreden.

  • Schreib einen Blog. [Ben: Und sei es nur um deinen Weg zu dokumentieren]

  • Lies Anti-Uni weiter.

  • Lies BLOG to BUSINESS, um die Basics des Bloggens zu verstehen (wenn du magst)

  • Genieße den Weg zum Ziel.


Nun liegt es an dir, stiller Leser:


Hast du einen Gedanken im Kopf bzw. eine Idee für den nächsten Schritt, der dich deiner Zukunft so wie du sie dir vorstellst näher bringt?


Lass mich bitte daran teilhaben, ich brenne darauf, von Querdenkern und Rebellen zu lesen – so wie ich einer war und wohl noch immer bin.


Gehe den ersten Schritt, indem du mich in den Kommentaren einfach von dir wissen lässt.


Ein einfaches “Danke für den Artikel” reicht! (Gerne natürlich mehr)


Gewöhn dich daran, den Standby-Modus abzulegen und aktiv zu werden.


Etwas zu bewegen.


Zu schaffen…


und zu verändern.


Jakob



Jakob Schweighofer


Über den Autor: 


Jakob Schweighofer ist ein Typ, der in der By-Line nur sehr ungern in der dritten Person über sich schreibt. Er findet das irgendwie doof. Ansonsten würde er sich wohl als Designer, Marketing-Stratege, Erfolgscoach und vor allem als eines bezeichnen: Als Mensch. Er bloggt auf seinem neuen Projekt “Blog to Business” über seine Blogmarketing-Erfahrungen und ermöglicht es anderen Bloggern, den gleichen Weg zu gehen: Nämlich Erfolg mit einem Blog zu haben und dabe die nötigen $$$$ zu machen, die zum Leben notwendig sind.


 



Studienabbrecher: 1 Jahr, 5 Länder, 500 Fehler, 100.000 Euro

Donnerstag, 15. Januar 2015

Das glückliche Gefängnis der Millenials

Du hast bestimmt schon tausendmal das folgende Sprichwort über menschliche Anziehungskraft gehört: “Gleich und gleich gesellt sich gern.”


Deine Erfahrung sagt dir, dass das stimmt.


(Ein Gastbeitrag von Niccolò Viviani)


Und ich bin mir sicher, dass du auch das gegenteilige Sprichwort gehört hast: “Gegensätze ziehen sich an.”


Auch das belegt deine Erfahrung.


Wie ist das möglich?


Da beide Redewendungen wahr zu sein scheinen, gilt es hier einen Widerspruch aufzulösen.


Im Fall menschlicher Kompatibilität versucht Keirsey in seinem Buch “Please Understand Me II (English Edition)” aufzuklären:


“Eine Kombination aus Ähnlichkeit in Gedanken und Ausdrucksweise – konkret oder abstrakt – gepaart mit der Art man Ziele zu erreichen sucht – kooperativ oder utilitaristisch – scheint der Schlüssel zu sein, um menschliche Anziehung zu erklären.” — Please Understand Me II, S. 211


Es gibt viele dieser scheinbaren Paradoxa, bei denen zwei allgemein akzeptierte Weisheiten einander widersprechen. So wie Keirsey es mit seinen Persönlichkeits- und Charakterstudien machte, brauchen auch wir eine tiefer gehende Analyse um zu einer zufrieden stellenden Antwort zu gelangen.


Was hört man im gesellschaftlichen Diskurs über Millennials? Viele Leute sagen, dass sie “untätig, unverantwortlich, uneigenständig, faul, verwöhnt, und respektlos” sind.


Sie “wissen nicht, was leiden heißt” und “sie wollen nicht erwachsen werden.”


Gleichzeitig werden Millennials auch als Opfer angesehen: “Sie können nichts dafür. Die Wirtschaftslage, das System, ihre Eltern sind schuld.”


Wir Millennials – Opfer oder selber schuld?


Was denn jetzt? Ist unsere Generation schuldig oder sind wir Opfer?


Meine Idee des Glücklichen Gefängnis ist die Synthese, die eine Auflösung des Widerspruchs möglich macht.


gefängnis


Ich bin definitiv nicht der erste, der zu diesem Schluss kommt. Aber ich hatte heute morgen aus persönlichen Gründen diese Idee und wollte sie in meine eigenen Worte fassen.


Ich beschreibe das Glückliche Gefängnis als eine Situation, in der man glücklich aber versklavt ist. Und versklavt aber glücklich. Dein Leben ist von Wänden, Anweisungen, und den Regeln des Gefängnis’ stark eingeschränkt, dafür musst du aber keine Verantwortung übernehmen.


Du bist gegen deinen spontanen Willen und Wunsch gezwungen, einen Großteil deiner Zeit einer bestimmten Aktivität (studieren, arbeiten) zu widmen, die dir in deinem tiefsten Inneren zuwider ist.


Gleichzeitig hast du völlige Handlungsfreiheit für bestimmte, begrenzte Zeiträume (innerhalb eines gewissen geldlichen Rahmens, versteht sich).


Im Glücklichen Gefängnis hast du ein ständiges depressives Gefühl bezüglich deiner Lebensbedingungen, an die du dich aber tragischerweise gewöhnt hast.


Mehr und mehr bist du auf dieses System für das Geld angewiesen, das dir deine freie Zeit erträglich macht, welche du unterbewusst als Belohnung für deine stillschweigende Versklavung beanspruchst.


Willst du Mama und Papa glücklich machen oder willst du frei sein?


Meine Generation ist es nicht gewohnt zu leiden, fehl zu schlagen, und Unangenehmes auszuhalten.


Nicht etwa weil wir so erfolgreich sind, sondern weil wir keine echten Herausforderungen bestehen müssen. Deswegen wirken wir so faul: wir sind es nicht gewohnt uns anzustrengen und durch Schwierigkeiten durch zu beißen.


Millennials leben im Glücklichen Gefängnis ihres Elternhauses, in dem sie um ihre Freiheit und Wachstummöglichkeiten gebracht werden und gleichzeitig praktisch alles haben, was sie sich wünschen. Kein Wunder also, dass wir keine Selbstverantwortung entwickeln. Man lässt uns nicht.


Das Glückliche Gefängnis ist ein Ort, der dich ermutigt Risiken – und die Chance auf Erfolg und Misserfolg, welche Risiko mit sich bringt – zu vermeiden. Du musst keine Verantwortung übernehmen. Du bist sicher vor Ungewissheit und Zweideutigkeit.


Es ist eine Fantasie, eine falsche Welt, die dir die Möglichkeit vorenthält, sich dem echten Leben zu stellen.


Um es mit den Worten des Psychologen Eric Fromm zu sagen: es ist eine Flucht vor der Freiheit.


Im Glücklichen Gefängnis zu leben bewahrt dich davor, wachsen zu müssen, dich selbst zu erkunden, von deinen Erfahrungen zu lernen, Erfolg und Scheitern.


Es ist der Ort, an dem du verweilst aus Angst obdachlos zu werden.


“Der Biologe und Intellektuelle E. O. Wilson wurde einmal gefragt, was die größte Barriere in der Entwicklung von Kindern darstellt; seine Antwort war die “Fußballmamma”.


Von der Idee des Prokrustesbett hatte er nie gehört, beschrieb sie aber haargenau. Sein Argument ist, dass diese bestimmte Art von Mutter die natürliche Biophilie des Kindes unterdrückt, dessen Liebe zu lebendigen Dingen. Doch das Problem ist weitaus schwerwiegender; Fußballmammas arbeiten daraufhin Versuch und Irrtum, die Antifragilität von den Leben ihrer Kinder zu entfernen.


Sie halten sie vom lebendigen fern und verwandeln sie in Nerds, die nur mit vorgefertigten (Soccer-Mom-kompatiblen) Karten der Realität zurechtkommen. Gute Schüler, aber Nerds – das heißt, wie Computer nur langsamer. Ebenso wenig sind sie fähig, mit Ambivalenz umzugehen. Als ein Kind des Bürgerkrieges glaube ich nicht an strukturiertes Lernen […]


Wenn die richtige Form an akademischer Strenge präsent ist, brauchen wir Zufall, Durcheinander, Abenteuer, Ungewissheit, Selbstfindung, beinahe-traumatische Vorfälle – all die Dinge, die das Leben lebenswert machen. Kein Vergleich zum strukturierten, falschen, und ineffektiven Leben eines Empty-Suit CEO mit geplantem Tagesablauf und Wecker.”


– Nassim Nicholas Taleb, Antifragilität: Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen


(Mehr über De-Touristifikation, Optionalität, Zufall, und Antifragilität mit Bezug auf Soccer Moms und Bildung findest du hier)


Das Leben ist nicht Disneyland


Es ist also wahr: Millennials sind faul, unfähig sich durch zu beißen, ungewillt zu leiden, haben keine Lust zu arbeiten, wir planen nicht für die Zukunft und bewegen uns nicht aus unseren Komfortzonen heraus.


Aber der Hauptgrund für all das ist, dass wir in einem Zoo aufgezogen wurden.


Wir wurden in einer Blase herangezogen, fern vom echten Leben und Ungemütlichkeit, so fragilisiert, dass wir selbst bei der geringsten Unklarheit oder Herausforderung aufgeben. In diesem Sinne sind wir Opfer. Was kann man schon von uns erwarten, nach 25 Jahren (und mehr) des Lebens im Glücklichen Gefängnis?


Wenn du ein Millennial bist und feststellst, dass du in einem Glücklichen Gefängnis lebst, empfehle ich dir zu kämpfen. Verlasse dein Gefängnis so bald wie möglich, selbst wenn deine Eltern und Freunde dich für verrückt erklären – was wahrscheinlich ist.


Lass sie reden so viel sie wollen, aber folge deinem Instinkt. Lass deine Taten für dich sprechen. Sie werden dir weismachen, dass das Leben Disneyland ist, aber sie liegen falsch.


___


Ein Gastbeitrag von Niccolò Viviani (aus dem Englischen übersetzt von Moritz Bierling), Präsident von Exosphere, einer offenen Gemeinschaft von Machern auf der Suche nach Menschen, die ihre Lebensziele und Träume in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter verwirklichen wollen.


Anti-Uni Leser erhalten noch bis zum 15. Januar 15 % Nachlass auf ihre Bewerbung auf das “Hydra II Boot Camp“, ein achtwöchiges Programm im Exosphere Hauptquartier in Chile, für Leute die ihrem Leben eine neue Richtung geben wollen. Der Prozess verbindet die Aneignung von technischen Fertigkeiten mit echter Geschäftspraxis und tiefgreifender philosophischer und intellektueller Reflektion. Das Bootcamp fungiert außerdem als primäre Quelle für Exosphere Labs, den Startup-Inkubator.


Gib einfach “ANTIUNI” ein und bewirb dich jetzt!



Das glückliche Gefängnis der Millenials

Sonntag, 11. Januar 2015

Warum wir das Bildungssystem nicht ändern können

Warum es eine bescheuerte Idee war diesen Blog zu starten oder…


warum wir das Bildungssystem vielleicht nie verändern werden. 


Viele unserer Eltern sind in die Schule gegangen.


Und die meisten von ihnen erinnern sich wahrscheinlich an weniger als 5% des in der Schulzeit gelernten Stoffes.


Tests und Studien bei Erwachsenen zeigen, dass 90 Prozent aller Erwachsenen bereits bei elementarem Hauptschulstoff versagen. (Jep, read it again.)


Und dabei wurde in diesen Tests nur sehr oberflächliches Wissen und nicht einmal tieferes Verständnis abgefragt.


Hurra!, könnte man da sagen. (Oder auch nicht.)


Man könne darüber streiten, ob 1 % oder sogar 5 % des gelernten Stoffes bei Erwachsenen hängen bleibt, sagt der Psychologe Thomas Städtler. Wenn man einzelne Schlagwörter und lose Wissensfetzen als Wissen zählt, den könne man von (ich zitiere) “5 Prozent verbleibenden Stoffes ausgehen.” ¹


Da könnte man fragen: Und die schicken uns in die Schule (und auf die Uni)?


Im Ernst!?


Eltern – die meinen’s doch nur gut…


Aber sind wir mal nicht so forsch.


Wir wollen ja schließlich eine brave Generation sein und nicht zu viel aufmucken. Nicht gesund ist das, würde Yoda sagen. Und auch ökonomisch gar nicht mal sooo erfolgsversprechend. (Siehe Sidebar – gesunde, warme Mittagessen und mehr sind highly appreciated.)


Nicht, dass aus uns noch das wird, was wir uns vorstellen oder gar erträumen.


Viele Eltern machen sich Gedanken um die Bildung und Ausbildung ihrer Kinder. Um uns. Das ehrt sie.


In der Öffentlichkeit wird eine Kritik am Schul- und Bildungssystem derweil immer lauter. Viele Eltern fragen sich ernsthaft, ob es noch die beste Wahl ist ihre Kinder in die Schule bzw. in eine normale Schule zu schicken.


Und ja, fast alle Kinder gehen nach wie vor in eine normale Schule. Alternative Schulen erleben Zulauf. Auch das ist aus meiner Sicht erfreulich.


Dennoch halten wir am Schulkonzept fest.


Hier sind mögliche Gründe dafür, die mir eingefallen sind:


  • Eltern sind einfach froh wenn die Kids aus dem Haus sind

  • Unsere Eltern sind auch in die Schule gegangen – und für sie hat es ja funktioniert (okay…definieren wir funktioniertMr und Mrs Midlife-Crisis…)

  • Der geht immer: “Haben wir doch schon immer so gemacht” (Wenn wir genau sind ungefähr seit der industriellen Revolution. Aber ich will hier nicht den Klugscheißer spielen.)

  • Alternativen überlegen? Was ausprobieren? Viel zu anstrengend! Da könnten wir ja auf die Nase fallen. Dann machen wir lieber so weiter wie bisher. (Und ignorieren, dass der jetzige Zustand eigentlich schlimmer ist, als auf die Nase zu fallen.)


Dieser Blog – oder: eine dämliche Idee!?


Wenn ich es mir recht überlege, dann ist es eigentlich ziemlich dämlich, was ich hier tue.


Erst die Uni abbrechen, die noch dazu eine ziemlich gute sein soll. Hat man mir gesagt. Bzw. habe ich in so einem Ranking gelesen. Wie auch immer.


Dann auch noch darüber zu schreiben, mit der Hoffnung im Herzen, dass sich etwas ändert und sich auch andere Menschen für diese Veränderung begeistern können.


Der Supergau ist natürlich den Blog Anti-Uni zu nennen. (Naja, immerhin die ZEIT konnte sich dazu bewegen darüber zu schreiben.)


Im Großen und ganzen: Ein böses Faul. Äh, Foul. (Hat da wer in der Schule nicht aufgepasst!? – Nein, ist nur spät. Ich mag das was ich hier tue irgendwie….)


Viel wichtiger aber ist: 


Jemand der auch nur eine gewisse Zeit in das Bildungssystem investiert hat (für die “Normalen” unter uns sind das ca. 13 000 Stunden im Unterricht und nochmal 7.000 Stunden für die Hausaufgaben) wird nur schwer zugeben, dass diese Jahre verschwendete Zeit waren.


Das wäre ja fast so als würde man…(Mist, mir fällt kein guter Vergleich ein. Vorschläge nehme ich in den Kommentaren entgegen. Dann kann ich auch testen, ob du den Text aufmerksam gelesen hast..)


Jedenfalls wollen wir als Menschen nicht akzeptieren, dass die Zeit, die wir in der Schule verbracht ökonomisch gesprochen Sunk Cost waren (uhlala, hat da doch wer aufgepasst!?).


Genau wegen dieser Sunk Cost fällt es Menschen teilweise wirklich wirklich schwer auch unglaublich dumme und niemals erfolgreiche Projekte aufzugeben. Eben weil sie schon wertvolle Lebenszeit in die Projekte investiert haben.


Sich eingestehen, dass diese Zeit “verschwendete” Zeit war – wer will das schon?


(Unter uns: Ganz verschwendet war sie wohl selten, irgendwas bleibt fast immer hängen.)


Wir wollen verdammt nochmal nicht akzeptieren dass irgendwas in unserem Leben Sunk Cost waren.


Deshalb bleiben wir in unserem Job. Oder unglücklich verheiratet. Oder ändern nichts am Bildungssystem.


Opportunitätskosten – say what!?


Wir ignorieren auch all die Opportunitätskosten (uhlala, schon wieder der Herr Ökonom!), die wir unterwegs in Kauf genommen haben.


Was hätten wir alles machen können statt 13.000 Stunden im Schulunterricht und 7.000 Stunden über Hausaufgaben zu sitzen?


Oder statt drei wertvolle Lebensjahre in unser BWL Studium zu investieren? (Sorry, guys…)


Mir würden da schon ein paar Dinge einfallen… (Reisen zum Beispiel. Oder die Natur erkunden. Ein Buch schreiben. Einen Blog starten. Einen Film drehen. Podcasts hören. Von Menschen lernen die mich inspirieren…)


Ich frage mich: Vielleicht hätte ich dann sogar schon mit 18 gewusst, was ich wirklich machen will – statt jetzt hier zu sitzen und mit gerade frischen 24 Jahren diese Zeilen zu schreiben. (und immerhin mehr oder weniger zu wissen, was ich wirklich machen will. Das hier zu schreiben gehört auf jeden Fall dazu.)


Klar, vielleicht haben wir in Schule und Uni Freunde für’s Leben gewonnen. Vielleicht aber auch nicht.


Und die hätten wir vielleicht auch außerhalb des Studiums kennenlernen können. Ich persönlich habe in den Jahren meines Nicht-Studiums bzw. Selbststudiums ziemlich viele coole Leute getroffen und großartige Freunde gewonnen.


Wer von uns hat schon noch Freunde aus der Schule, die er regelmäßig sieht? Wahrscheinlich kaum jemand.


So gut taugt die Schule also als Sozialisierungs-Instrumemt. Klar überspitze ich hier.


Mir wird gerade schmerzhaft bewusst wie quasi unmöglich dieses Unterfangen ist.


Selbst jemand der seine Zeit beim Bund gehasst hat, wird dennoch versuchen dieser Zeit etwas Positives abzugewinnen. Das zeugt nicht nur von einem positiven Mindset, sondern auch und von Menschlichkeit und Rationalität.


Denn würde er dieser Zeit nichts Positives abgewinnen, so würde er seine Entscheidung entwerten. Seine Entscheidung überhaupt erst zum Bund gegangen zu sein, würde sich wie eine falsche Entscheidung anfühlen.


Das wäre sehr schmerzhaft.


Auch wenn wir nicht wirklich die Wahl hatten in die Schule zu gehen oder nicht:


Jetzt zu sagen wir hätten 9, 10, 12 oder gar 13 Jahre unseres Lebens besser nutzen können – das schmerzt


Und Schmerzen und Sorgen haben wir doch eh alle genug.


Also machen wir lieber weiter wie bisher.


Also lassen wir lieber zu, dass unsere Kinder später die gleichen (und noch ganz andere) Schmerzen haben.


Wir schicken unsere Kinder lieber auf die gleiche verdammt normale Schule und Uni.


Und lassen damit zu, dass sie diese Schmerzen der Opportunitätskosten genau wie wir unterdrücken.


Und sie vielleicht auch ihren Kindern zumuten.


 


 


 


¹ Städtler (2010), S. 422



Warum wir das Bildungssystem nicht ändern können